Bahnrad

Das Bahnrad zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass Bahnräder keine Bremsen, kein Licht, keine Gangschaltung und auch keinen Leerlauf haben. Das heißt beim Bahnrad muss ständig mitgetreten werden. Das Bremsen ist beim Bahnrad also nur durch Gegentreten möglich. Dadurch wird der Leichtbau bis zur Perfektion getrieben und auf jedes Gramm penibelst geachtet. Auch der Radstand der Bahnräder im Gegensatz zu Straßenrennrädern ist geringer und der Steuerwinkel steiler, was das Bahnrad wendiger und sensibler auf Lenkbewegungen des Fahrers macht, aber natürlich auch unruhiger in der Fahrweise.

In New York zeichnet sich in letzter Zeit ein deutlicher Trend hin zum Bahnrad im Straßenverkehr. Was in Deutschland auf Grund fehlender Sicherheitseinrichtungen unmöglich wäre, ist in den USA gängige Praxis. In der Regel werden bei Bahnrädern kleinere Übersetzungen wie 52/15 gefahren, was eine deutlich höhere Trittfrequenz von bis zu 150 Umdrehungen pro Minute mit sich bringt. Auch die Sitzposition alterniert beim Bahnrad zu Straßenrad sehr stark. Der Fahrer eines Bahnrades sitzt in sehr stark gebeugter “Unterlenker” Position auf dem Bahnrad und der Sattel ist wegen der hohen Trittfrequenz 1,5 bis 2cm tiefer als “normal”.

Durch den internationalen Radsportverband UCI ist die Gestalt des Bahnrades genau definiert. Die Laufräder sind heute weitestgehend mit Säbelspeichen und Tropfenfelgen ausgestattet. Vereinzelt kommen auch Scheibenräder zum Einsatz. Um einen schnelleren Antritt zu ermöglichen, sind Ritzel, Kette und Kettenblatt stabiler als beim Straßenrad mit Gangschaltung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.