Trial Bike

Trial ist eine Sportart, in der man seine Geschicklichkeit “prüfen” lässt. Die Spielregeln sind eigentlich ganz einfach: Man darf den markierten Rand der Strecke nicht berühren und das Fahrzeug darf nicht zum stehen kommen, sonst wäre der Fahrer für dieses Rennen disqualifiziert. Der der am geschicklichsten ist, hat demnach auch gewonnen. Das Bike Trial entwickelte sich in den siebziger Jahren und in Bad Nauheim fand der erste Wettkampf statt.

Trial – Wettkämpfe

Hierbei ist nicht die Geschwindigkeit der Punkt, der zum Sieg führt. Mit viel Geschicklichkeit, einem guten Bike und etwas Talent ist man schon ganz schnell auf den vorderen Plätzen.

Diese Wettkämpfe bestehen aus vier Runden mit in der Regel 7-8 Sektionen. Es gibt aber auch Wettkämpfe mit drei Runden je 10 Sektionen. Die Sektionen sind mit Absperrband, einem A (für Anfang) und einem E (für Ende)Schild ersichtlich gemacht. Es gibt verschiedene Klassen, die nach Schwierigkeitsgrad aufgeteilt sind. Unterscheiden kann man diese durch verschiedenen Farben. Jeder, der bei so einem Rennen mitmacht, bekommt auch eine Punktekarte für die Strafpunkte. Das Fußabsetzen gibt zum Beispiel 1 Strafpunkt.

Trial-Wettkämpfe sind Rennen die in England entstanden, bei Trial-Wettkämpfen kommt es nicht auf die Geschwindigkeit sondern die Geschicklichkeit an. Die Schwierigkeit bei Trial-Wettkämpfen ist dass die markierten Streckenränder nicht berührt werden dürfen und es auch nicht zum Stillstand kommen darf. Trial-Wettkämpfe begannen in den frühen 70ern. Die ersten Trial-Wettkämpfe in Deutschland fanden 1974 in Bad Nauheim statt. Es gibt zwei verschiedene Arten von Fahrräder auf denen die Trial-Wettkämpfe gefahren werden, die sich durch ihre Radgröße unterscheiden. Die Räder mit denen auf Trial-Wettkämpfen gefahren wird werden Hardtails genannt. Diese Mountainbikes für Trial-Wettkämpfe verfügen im Gegensatz zu gewöhnlichen Bikes über keinen wirklichen Sitz und haben einen kleineren Rahmen.

Ziel bei Trial-Wettkämpfen ist es bei einem Parcours möglichst wenig Körperkontakt mit den Begrenzungen zu haben. Das erreicht man durch besondere Drehungen des Rades und des Lenkers. Bei manchen Trial-Wettkämpfen sind die Sektionen eines Parcours so schwierig dass sie nicht einmal zu Fuß begehbar wären. Diese Trial-Wettkämpfe können überall dort gefahren werden wo es herausfordernde Hindernisse gibt. Das kann in der Stadt, auf dem Land, im Wald oder in den Bergen sein. Es gibt natürlich auch Indoor-Ralleys die auch gut für Trial-Wettkämpfe geeignet sind.

Bei Trial-Wettkämpfen kann es manchmal auch ziemlich gefährlich werden. Wer Trial-Wettkämpfe bestreitet, fährt weniger Fahrrad, sondern springt und balanciert eher. Qualifikationen die man für diese Trial-Wettkämpfe unbedingt mitbringen sollte, sind: Körperbeherrschung, Balancegefühl, Konzentration, Kraft, Ausdauer und Mut. Es gibt verschiedene Fahrtechniken mit denen Trial-Wettkämpfe bewältigt werden können. Den Pedal Kick, bei dem vom Hinterrad aus nach vorne gesprungen wird. Der Backwheel Hop, hierbei wird auf dem Hinterrad gesprungen. Der Franzose, er basiert auf dem Pedal Kick, allerdings landet man nach dem Pedal Kick zuerst mit dem Vorderrad auf dem Hindernis.

Hindernisse

In einem Trial – Wettkampf ist es das Ziel, mit möglichst wenig Körperkontakt ein Fahrrad mit viel Geschick durch einen natürlichen oder einen künstlichen Parcours zu bewegen. Es gibt viele Elite-Sektionen, die so schwierig sind, das man sie kaum zu Fuß bewältigen kann.

Hindernisse bilden beim Fahren eines Trial Bike sicher den größten Spassfaktor. Ohne eine entsprechende Anzahl eingebauter Hindernisse ist ein Parcours sicherlich reizlos. Hindernisse, egal ob es sich dabei um kleine Hindernisse wie Stöckchen oder Steinchen oder um größere Hindernisse wie Baumstämme oder Treppen handelt, machen den Reiz einer Tour aus, und garantieren einen hohen Spassfaktor.

Der typische Trial Bike Fahrer sucht sich seine Strecken abseits geschotterter Wege, wo er möglichst viele Herausforderungen in Form von zu überwindenden Hindernissen erwartet. Per Definition wird unterschieden zwischen mobilen und immobilen / statischen Hindernissen. Zu den mobilen Hindernissen zählen alle diejenigen, die bei Berührung durch das Bike wegrollen und / oder ihre Konsistenz verändern können: zum Beispiel Kugeln, Bälle, Sand, Geröllhalden, Wasser (auch Bäche und Flüsse werden als natürliche Hindernisse gern durchfahren). Zu den statischen Hindernissen zählen alle die jenigern, die nicht weichen oder manipuliert werden können: zum Beispiel Betonwände, große umgestürzte Bäume, Treppen, bis hin zu Schluchten. Hier besteht die besondere Herausforderung darin, diese Hindernisse zu bezwingen oder zu umfahren.

Besonders beliebt sind auch Hindernisse auf speziell ausgewiesenen Hindernis-Parcours. Diese werden von wahren Hindernis-Spezialisten angelegt und als Fun Trial befahren. Im aktiven Sportgeschehen gibt es auch Hindernis-Trial-Wettkämpfe. Qualitativ hochwertige Trial Bikes sind speziell entwickelt, um den Kampf gegen die Hindernisse aufzunehmen. Sie verfügen über eine extrem gute Federung und viele technisch ausgereifte Details, die auf den harten Wegen erst richtig zum Einsatz kommen. Wer also ein Trial Bike besitzt und nur auf asphaltierten Wegen nutzt, dem geht der hohe Spassfaktor des Hindernisfahrens verloren.

Balancegefühl

Das Gefühl ist bei dieser Sportart wohl das wichtigste. Denn wenn man sein Gleichgewicht nicht halten kann, und man somit einen Fuß kurz absetzen muss, gibt das einen Strafpunkt. Dieser Strafpunkt kann einen den ersten Platz wieder nehmen. Wichtig ist, das man viel übt, um auch in kritischen Situationen stand halten zu können.

Das Fahren eines Trial Bike setzt ein hohes Maß an Balancegefühl voraus. Natürlich wird nicht jeder Fahranfänger sofort über das nötige Balancegefühl verfügen, und deshalb zu Beginn eher etwas vorsichtiger über Hindernisse fahren. Balancegefühl lässt sich jedoch ebenso gut trainieren wie zum Beispiel ein bestimmter Bewegungsablauf. Wer durch die Ausübung anderer Sportarten wie Skifahren, Skaten oder Surfen schon über ein gutes Maß an Balancegefühl verfügt, wird sich beim Einstieg ins Trial Biken leichter tun. Balancegefühl vom Radsport her ist als Vorbereitung optimal.

Das Trial Bike verfügt über breite Reifen, beim Fahren auf geradem Untergrund helfen diese, ein gutes Balancegefühl zu entwickeln. Etwas schwieriger mit dem Balancegefühl wird es dann schon im Gelände: hier fordern kleine und größere Hindernisse wie Stöcke, Äste, Steine oder Bäche schon ein höheres Maß an Balancegefühl vom Fahrer. Dieses Balancegefühl lässt sich aber mit der Zeit erarbeiten, man darf es nur nicht krampfhaft voraussetzen.

Trainieren Sie Ihr Balancegefühl mit einer ebenso einfachen wie ungefährlichen Übung: Wählen Sie für die Übung zum Training Ihres Balancegefühl eine Standfläche mit genügend breiten Maßen, damit Sie sich nicht beengt fühlen. Sorgen Sie für einen sauberen, flachen Untergrund ohne Hindernisse. Versuchen Sie dann einfach, auf den Pedalen stehend, Ihr Trial Bike im Gleichgewicht zu halten. Für diese Übung zur Stärkung des Balancegefühls können Sie in den Pedalen stehen, oder auf dem Sattel sitzen. Wichtig ist jedoch, dass Ihr Trial Bike an Ort und Stelle bleibt, also keine Fahrbewegung stattfindet. Haben Sie Ihr Balancegefühl mit dieser Übung verbessert, so wiederholen Sie sie mit geschlossenen Augen.

Körperbeherrschung

Als Trialkämpfer muss man eine enorme Körperbeherrschung an den Tag legen, die man sich mühevoll antrainieren muss. Der Körper ist während des Parcours angespannt und in eine Starre Position quasi “stehen geblieben”. Dem Körper kostet das enorme Energie, deshalb ist es wichtig, vorher die Muskeln gut darauf vorzubereiten, denn sonst hält man den Wettkampf wohl kaum durch.

Gefragt ist Körperbeherrschung, wenn man gerne dem Sport mit dem Tiral Bike frönt, benötigt man nicht nur eine gut trainierte Muskulatur sondern auch noch zusätzlich eine ausgezeichnete Körperbeherrschung. Um eine gute Körperbeherrschung bekommen zu können, bedarf es meist einer intensiven Übung über einen längeren Zeitraum hinweg. Nur sehr wenige Sportler bringen im allgemeinen eine gewisse Basis der Körperbeherrschung bereits von Natur aus mit.

Zur Körperbeherrschung zählt nicht nur die Kraft, sondern unter anderem auch ein guter Gleichgewichtssinn, sowie ein flinkes Reaktionsvermögen, eine gute Beweglichkeit und ein wenig Geschick in der Koordination des Körpers. In den fernöstlichen Kampfsportarten oder auch im sogenannten traditionellen, chinesischen Schattenboxen lernt man auf Dauer eine perfekte Körperbeherrschung mit allen dazugehörigen Attributen, so dass es harmonische, fließende Bewegungsabläufe werden können. Selbstverständlich gehört zur guten Körperbeherrschung auch die Konzentration. Körperbeherrschung und die daraus resultierende Konzentration sind vor allem vorteilhaft, bevor man sich auf ein Trial-Bike und die dazugehörige Hindernisstrecke begibt.

Das emotionale Gleichgewicht gehört ebenso zur Körperbeherrschung. Mit einem guten Trainingsplan kann mal alle Komponenten der Körperbeherrschung gut miteinander vereinen und die Verletzungsgefahr ist dann für gewöhnlich beim Sport treiben nicht mehr so hoch. Die Körperbeherrschung an sich ist nicht leicht zu erwerben. Sie erfordert viel Disziplin vom jeweiligen Sportler. In der Regel betreiben die Sportler ihren gewählten Sport sehr gerne, so dass es prinzipiell keine Probleme gibt, die erforderliche Körperbeherrschung zu erlernen. Körperbeherrschung an sich ist nicht nur im Sport ein nützliche Eigenschaft. Im Alltag angewandt, kann sich die Körperbeherrschung für den Einzelnen oftmals auch als hilfreich erweisen.

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